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"Geschichte der Kirchheimer Juden anhand der Stolpersteine"

Gespeichert am Mi., 04.12.2019 - 22:02 Uhr

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenksteine aus Messing ins Straßenpflaster einlässt. Auf ihnen ist zu lesen: HIER WOHNTE, darunter Name und Geburtsjahr sowie das weitere Schicksal der Menschen, an die erinnert wird.  „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Am 10. April 2007 und am 16. Februar 2008 verlegte Gunter Demnig insgesamt 14 Stolpersteine in das Straßenpflaster von Kirchheim unter Teck, davon 11 für jüdische Bürger Kirchheims und drei für Zwangsarbeiter aus Russland und Polen.

Anhand dieser Stolpersteine trug Hartmut Schallenmüller am 4. Dezember 2019  über die Geschichte der Kirchheimer Juden in Wort und Bild vor.

Im Wissen, dass es noch weitere Opfer des Nationalsozialismus in Kirchheim unter Teck gibt, beispielsweise unter den Zigeunerfamilien Reinhardt, die ausdrücklich keine Steine für ihre Angehörigen verlegt haben möchten, unter den Zeugen Jehovas und unter Kranken und Behinderten, kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch in Zukunft  weitere Stolpersteine in Kirchheim unter Teck verlegt werden.