Angesichts des aktuellen Gesetzentwurfs der Bundesregierung zum Wehrdienst rufen die Kirchheimer Jusos – die SPD-Jugendorganisation – zu einer Mahnwache am Freitag, 5. Dezember um 17.00 Uhr auf dem Marktplatz auf.
Am 5. Dezember soll der Gesetzentwurf zum neuen Wehrdienstgesetz im Bundestag beschlossen werden. Dieser setzt vorerst auf Freiwilligkeit. Wer nach dem 1. Januar 2008 geboren ist, bekommt künftig Post von der Bundeswehr: Junge Menschen ab dem Geburtsjahr 2008 sollen einen Fragebogen erhalten, in dem ihre Bereitschaft für einen Dienst in der Bundeswehr abgefragt wird. Männer müssen ihn ausfüllen, Frauen können das. Zudem soll es eine verpflichtende Musterung aller jungen Männer geben.
Zunächst wird der freiwillige Wehrdienst deutlich attraktiver gemacht. Gelockt wird mit einem monatlichen Gehalt von mindestens 2600€, Unterbringung und einem Zuschuss für den Führerschein. Jedoch wird sich vorbehalten, eine „Bedarfswehrpflicht“ einzuführen, sollten sich nicht genug junge Menschen freiwillig für den Dienst an der Waffe melden.
Zwar befürworten sie den prinzipiellen Ansatz des Gesetzentwurfs, doch ebendieses Schlupfloch zurück zu einer Pflicht sehen die Kirchheimer Jusos kritisch und möchten dem mahnen – unterstützt von der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK) Neckar-Fils.
Jonas Rössle, Vorsitzender der Kirchheimer Jusos erläutert: „Wir fordern eine Garantie der Freiwilligkeit des Wehrdienstes. Statt mit Quoten und der Drohung auf Einzug Jugendliche unter Druck zu setzen, muss die Attraktivität der Bundeswehr weiter verbessert werden – das gilt im Übrigen auch für alle anderen Freiwilligendienste.“