Pressemitteilung:

SPD will mit städtischem Eigenbetrieb Wohnungsbau ankurbeln

Gespeichert am So., 19.05.2019 - 08:05 Uhr

Den SPD-Kandida­ten für den Gemeinderat geht es bei diesem Vorstoß auch um innovative Angebote, die den unterschiedlichen Bedarfen von jungen Leuten, Familien und Senioren Rechnung tragen.

Stadtrat Andreas Kenner betonte, dass für die SPD Wohnen ein Menschenrecht sei und eben keine normale Ware, die möglichst gewinnbringend auf den Märkten nach Angebot und Nachfrage gehandelt wird. „Die soziale Verpflichtung des Eigentums muss ernst genommen werden. Dazu bedarf es einer politischen Kultur, die den wirtschaftlichen Akteuren Spiel­räume lässt und zugleich die Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum mitträgt“, so Kenner. Die öffentliche Hand müsse den Wohnungsbau als Daueraufgabe verstehen, die nicht konjunkturellen und demografischen Schwankungen geopfert werden darf.

SPD-Fraktionschef Marc Eisenmann bezeichnete mehr bezahlbaren Wohnraum als das „Leib- und Magenthema“ der SPD in den letzten Jahren. Für kein Anliegen habe man sich mehr ins Zeug gelegt, vom Austausch mit Bauträgern über Vergleiche mit anderen Städten bis hin zu eigenen Anträgen im Gemeinderat. „Der größte Erfolg der SPD war sicherlich die Durchsetzung der Sozialbauverpflichtung nach den Richtlinien des Landeswohnraumförder­gesetzes und die Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels“, hob Eisenmann hervor.

Dank dieses wirksamen Instruments könnten über 100 Wohnungen für Menschen mit Berechtigungsschein in Kirchheims neu entstehenden Wohngebieten in den nächsten Jahren zur Verfügung gestellt werden können.

Für Gemeinderatskandidatin Dr. Andrea Helmer-Denzel ist Wohnen aber mehr als nur ein Zuhause in erschwinglichen vier Wänden, in denen man sich wohl fühlt. „Wohnungsbau ist zugleich ein Grundpfeiler für den sozialen Zusammenhalt in einer Stadt. Er ist ein Stück Stadtentwicklung und angesichts des demografischen Wandels auch viel Sozialplanung“, gab Helmer-Denzel zu bedenken. Deshalb gehe es bei der Bereitstellung von ausreichend Wohnraum für alle sozialen Schichten immer auch um Nachbarschaftsnetzwerke, Nahver­sorgung, Grünflächen, Aufenthaltsqualität und nicht zuletzt um zeitgemäße Mobilität.

Stadträtin Marianne Gmelin kündigte an, dass die Berücksichtigung der Wohnbedürfnisse der Menschen in Kirchheim auch im neuen Gemeinderat bei der SPD als politisches Anliegen mit an erster Stelle stehe. So werde man auf eine zeitnahe Umsetzung der vielen geplanten Wohnbauprojekte dringen, die Vergabe städtischer Grundstücke in Erbpacht voranbringen, neue Genossenschaftsformen unterstützen und sich nicht zuletzt für eine Überarbeitung des Flächennutzungsplans im Lichte des künftigen prognostizierbaren Wohnraumbedarfs stark machen.