Neujahrsempfang am 24. Januar 2021: Auf ein „Besseres Neues“ mit Andreas Stoch

Gespeichert am So., 24.01.2021 - 20:43 Uhr

Die gute Tradition des SPD-Neujahrsempfangs ging am Sonntag in die 29. Runde. Allerdings: Erstmals wurde die Veranstaltung Online aus der Feuerwache in Kirchheim übertragen. Die SPD-Vorsitzende des Ortsvereins, Tonja Brinks, überbrachte die Neujahrsgrüße der Kirchheimer SPD und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass im nächsten Jahr – dann zum 30. Neujahrsempfang – wieder persönliche Begegnungen und Austausch möglich seien. Nils Schmid, der ebenfalls unter den ersten 100 Zuschauenden des Streams war, kommentierte: "Toll, dass die Tradition des Neujahrsempfangs von der SPD Kirchheim auch in Corona-Zeiten tapfer hochgehalten wird. Ich hoffe aber trotzdem, dass das nicht dauerhaft zur ‘neuen Normalität‘ wird, von der Olaf Scholz gesprochen hat."

Das Grußwort wurde vom Kirchheimer Landtagsabgeordneten Andreas Kenner gesprochen, der im Jahresrückblick konstatiert, dass die Corona-Krise die Gesellschaft spalte und nicht zusammenführe. Die Pandemie lehre, wie wichtig der Disput in der Krise sei. Maßnahmen der Regierung dürften zu jederzeit diskutiert werden, allerdings seien hier Vergleiche mit dem Nationalsozialismus nicht akzeptabel. Neben der Bewältigung der Pandemie stellten die Transformation der Autoindustrie und des Maschinenbaus sowie der notwendige Wohnungsbau weiterhin große Herausforderungen für die baden-württembergische Gesellschaft dar. Die Pandemie offenbare deutlich, dass in Baden-Württemberg noch immer die Bildung der Eltern den Bildungserfolg der Kinder bestimme. Im „optimistischen Block“ seiner Rede zeigte er sich zuversichtlich, dass die Corona-Krise in Deutschland bis zum nächsten Jahr überwunden werden könne und dann die Menschen endlich wieder zusammen „unterwegs“ sein können.

Andreas Stoch, der als Gastredner für den Empfang gewonnen werden konnte und der eigens aus Heidenheim angereist war, stimmte das Online-Publikum auf ein besseres Jahr 2021 ein. Der Landesvorsitzende der SPD Baden-Württemberg und Spitzenkandidat für die Landtagswahl blickt auf ein Jahr zurück, in dem sich die SPD mit einem Volksbegehren massiv für gebührenfreie Kitas einsetzte. Die Aufgabe der SPD sei u. a. die Aufrechterhaltung eines funktionierendes Absicherungssystems für alle Bürgerinnen und Bürger und nicht die weitere Privatisierung des Gesundheitssystems. Als Herausforderung gelte es ebenso, die rund 470.000 Arbeitsplätze zu sichern, die mit der Automobilindustrie verknüpft sind. Um Arbeitslosigkeit zu verhindern, habe sich die Kurzarbeit als gutes Instrument eines handlungsfähigen Staates erwiesen. Politik müsse handeln und die Unternehmen sollen im Transformationsprozess nicht alleine gelassen werden. Um Arbeitnehmende fit für die Zukunft zu machen, brauche es ein Bildungspaket für das ganze Leben, das von der Kita über Schule und Studium bis zur lebenslangen Weiterbildung reiche. Bezogen auf die Bildung seien in der Pandemie bei Eltern, Lehrern und Schülern große Unsicherheiten entstanden. Die SPD habe hier zusammen mit der GEW und dem Landeselternbeirat gemeinsam Konzepte erarbeitet: „Die SPD macht es besser!“ Andreas Stoch ging auch auf den Wahlkampf zur Landtagswahl im März ein. Da die klassischen Parteiveranstaltungen nicht stattfinden könnten, brauche es kreative Vorschläge, um mit den Menschen trotzdem ins Gespräch zu kommen. Die Ideen für gute Politik müssen unter die Menschen gebracht werden, so sein Credo.

Bild entfernt.Als kleines Gastgeschenk hielt Tonja Brinks einen „Wanderführer für die Westalb“ bereit. Andreas Stoch erhält damit schon mal die Grundlage für eine Wanderung, die er mit dem Ortsverein Kirchheim im kommenden Jahr gemeinsam unternehmen kann und die ein klein bisschen dafür entschädigt, dass in diesem Jahr kein Publikum vor Ort in der Feuerwache sein konnte. Die Einwahl ist weiterhin möglich und zwar unter https://neujahrsempfang.spd-kirchheim.de.

Zum Artikel im Teckboten.