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Besuch der Jakobskirche in Bodelshofen

Gespeichert am Do., 27.06.2019 - 23:51 Uhr

Das von einem kleinen Friedhof umgebene gotische Jakobs-Kirchlein zeichnet sich schon durch seine bevorzugte Lage aus. Es liegt auf einem Plateau zwischen dem Weiler Bodelshofen und den Auwiesen der Lauter. Am 27. Juni 2019 stellte uns Frau Pfarrerin Ute Biedenbach aus Wendlingen die Kirche mit ihren Kunstschätzen und den Weiler vor.  

Die Anfänge Bodelshofens –  ursprünglich Bodals Hof - reichen bis in die karolingi­sche Zeit zurück. Die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1275. An einem Stützbalken der Empore der Kirche  ist das Datum 1663 angebracht.

Die Kirche war das ganze Mittelalter hindurch Sammelstelle für Pilger auf dem Ja­kobsweg nach Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens. Hier konnten die Pilger Andacht halten vor dem Wandfries über die Passion Christi, der im Jahre 1964 bei der Elektrifizierung des Kirchleins  entdeckt wurde. Neben diesen bedeutenden Wandbildern aus dem Spätmittelalter weist das Jakobskirchlein noch vier bemer­kenswerte Glasfenster des Künstlers Hans-Gottfried von Stockhausen aus der zwei­ten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf.

Es war Frau Biedenbachs letzte Führung durch die Jakobskirche, die ihr in zwanzig Jahren ans Herz gewachsen ist. Sie verändert sich beruflich in den Schwarzwald. Als kleine Erinnerung an den Tag überreichte ihr die Arbeitsgemeinschaft Hermann Hesses Kirchheimer Jugenderlebnis „Lulu“ bebildert mit Zeichnungen von Konrad Raum. Beim Abschluss im benachbarten „Eichenkeller“ stieß Wendlingens Bürger­meister Steffen Weigel zu der Gruppe.